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Stadt Zell im Wiesental (Druckversion)

Kirchen

Kirchen - Dorfkirchen - Kapellen

In der Stadt Zell im Wiesental gibt es eine Stadtpfarrkirche, eine Evangelische Staddtkirche, eine Altkatholische Kirche, Dorfkirchen & Kapellen, sowie die Neuapostolische Kirche und Islam. Nachstehend finden Sie weitere Informationen zu den einzelnen Kirchen und Glaubensgemeinschaften.

Katholische Stadtpfarrkirche

Stadtpfarrkirche
Stadtpfarrkirche

Im Torbogen des Einganges vom Turm zum Kirchenschiff ist die Jahreszahl 1545 eingemeißelt, sicher ein Hinweis für einen Neubau oder die Vergrößerung der seinerzeitigen Kirche. 1629 wurde eine neue Kirche durch den Erzbischof von Konstanz konsekriert. Der von schwedischen Landknechten im 30jährigen Krieg angezündete Kirchturm muss allem nach keinen großen Schäden erlitten haben, 1699 wurde allerdings ein neuer Kirchturm erbaut. Im Jahre 1700 wird wieder von einem Kirchenbau berichtet. 1739/40 wurde die neue Kirche ohne Chor errichtet. Der Stadtbrand vom 23. Juli 1818 zerstörte die Kirche vollständig, sie wurde von 1820 bis 1823 neu erbaut. Bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts hatte der Turmhelm eine flache Form, danach erhielt er das heutige charakteristische spitze Dach. 1884 erfolgte die Eindeckung mit grünen glasierten Ziegeln. 1883 erhielt die Kirche einen neuen Hauptaltar. 1885 wurden auch die Seitenaltäre dem Hauptaltar angepasst. 1994 erfolgte nach einigen Provisorien die endgültige Umgestaltung des Altarraumes und des Kirchenschiffes.

In der Nacht zum Fronleichnamstag am 31. Mai 1956 ging der Turm der Pfarrkirche in Flammen auf. IM südlichen Schwarzwald hatten sich mehrere schwere Gewitter entladen und durch sinnflutartige Regenfälle und Blitzeinschläge in diesem Gebiet große Schäden verursacht. Eine Stunde vor Mitternacht schlug ein Blitz in den Turm der Pfarrkirche ein und setzte ihn in Brand. Das ursprünglich schwellende Feuer wurde erst zwei Stunden später entdeckt. Die Feuerwehren aus Zell, Schopfheim, Schönau und Lörrach waren im Einsatz, jedoch konnten auch diese, wegen der großen Höhe des Brandherdes, den Turm bis zum Glockenstuhl hinunter nicht retten. Die fünf Glocken erlitten Schäden, eine zersprang sogar infolge der Hitze.

Weitere Informationen zur Katholischen Kirchengemeinde Zell im Wiesental finden Sie auf der Homepage der Seelsorgeeinheit. Weiter zur Homepage

Evangelische Stadtkirche

Evangelische Kirche

Besitzer der Kirche ist der evangelische Kirchenbaufond. Bei einem Grundriss von 11 x 19 m bietet diese Platz für 400 Gläubige. Der Turm ist 35,8 Meter hoch mit einem spitzen Helm und Kupferdeckung. In halber Höhe befindet sich ein umlaufender Balkon, von dem aus an hohen Festtagen Posaunenchöre erschalten, eine alte evangelische Tradition, die leider seit Jahren nicht mehr gepflegt wird.

1956 bis 1960 wurde die Kirche renoviert. Eine Sakristei wurde in Richtung Pfarrhaus angebaut, die Fenster erhielten neue Verglasungen, ein neuer Taufstein wurde angeschafft und die Kanzel versetzt. 1893 erhielt die Kirche eine Uhr. 1893 wurde das Pfarrhaus erbaut.

Nähere Informationen zur evangelischen Kirche und der Gemeinde in Zell im Wiesental erhalten Sie unter www.ekizell.de.

Altkatholische Kirche

Altkatholische Kirche
Altkatholische Kirche

Das Langhaus der Kirche hat Abmessungen von 18 mal 11,8 Metern mit einer Innenraumhöhe von 7,2 Metern. Der Turm ist 32 Meter hoch, das Kirchenschiff hat ein Ziegeldach und einen gelblichen Verputz. Das Innere wurde zeitgemäß und ansprechend ausgestaltet. Der Altar entspricht nach der Renovierung zum 100-jährigen Kirchenjubiläum im Jahre 1992 der nostalgischen schönen Ausstattung von 1892.

Große Gemälde an den seitlichen Stirnwänden vor dem Chor stellen die Himmelfahrt Christi und Maria mit dem Kinde dar. Eine Ehrentafel mahnt an die Gefallenen beider Weltkriege. Ein Wertvoller Kronleuchter schmückt den Raum vor der Altarapsis. Die bleiverglasten Fenster tauchen den Kirchenraum, der 200 Gläubigen platz bietet, in ein mildes Licht.

Dorfkirche Atzenbach

Es gab in Atzenbach eine alte dem hl. Sebastian und hl. Fridolin geweihte Kapelle, die an der Abzweigung der Pfaffenberger Straße von der Bundesstraße stand.

Dorfkirche Atzenbach
Dorfkirche Atzenbach

Dorfkirche Gresgen

Die erste Urkunde über eine Kirche stammt aus dem Jahr 1267. Vor 1307 wurde die Kirche nach St. Blasien inkorporiert, sie war dem hl. Nikolaus geweiht, seit 1508 hatte sie Begräbnisrecht und gehörte zum Dekanat Wiesental. Die 1556 in der Markgrafenschaft eingeführte Reformation fand ursprünglich keine Gegenliebe bei der Bevölkerung, sie gingen weiterhin in den kath. Gottesdienst nach Zell.
Erst massive Strafandrohungen seitens des Markgrafen bewegte die Gresgener schließlich, den neuen Glauben anzunehmen und die Gottesdienste in Tegernau zu besuchen. 1712 wurden an der Kirche ausgiebige Reparaturen durchgeführt, was 1725 wegen Kollatur (Baupflicht) zu Streitigkeiten zwischen Markgrafen und St. Blasien führte. 1763 war der Bauzustand so schlecht, dass ein Neubau notwendig war. Die Kirche wurde im Jahr 1980/81 erneut renoviert und in den Zustand versetzt wie man sie vor über 200 Jahren erbaute.

Dorfkirche Gresgen
Dorfkirche Gresgen

Dorfkirche Mambach

Kirchlich war die Gemeinde bis 1942 nach Zell integriert, danach gehörte sie zur Pfarrei Atzenbach. Die 1809 erwähnte Kapelle stand bis zur Brandkatastrophe am 30. Juni 1870 am Platz des heutigen Rathauses und wurde danach als Antoniuskapelle am heutigen Platze erbaut.

Dorfkirche Mambach
Dorfkirche Mambach

Kalvarienbergkapelle (Stadt)

„Droben steht die Kapelle, schaut ins Tal hinab!“ Der Beginn dieses Gedichtes von Ludwig Uhland drängt sich einem unwillkürlich auf, wenn man von Zell her zum Möhrenberg hinauf schaut und dort die auf einem Felsvorsprung stehende Kapelle erblickt. Das kleine Gotteshaus wurde 1889 errichtet, als eine nachweislich schon 1765 dort erwähnte Kapelle wahrscheinlich wegen Baufälligkeit abgetragen wurde. Am 2. April 1890 wurde die Kapelle von Stadtpfarrer Kißling eingesegnet.

Kalvarienbergkapelle
Kalvarienbergkapelle

Maria Frieden

Erwähnenswert ist in kirchlicher Hinsicht die Kappelle „ Maria Frieden“ die in exponierter Lage über dem Dorf auf Mambacher Gemarkung durch die Initiative von Pfarrkurat Eugen Thoma zum Dank für die Verschonung des Wiesentals und als Mahnung des Friedens unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg durch die Kuratie Atzenbach erbaut wurde.

Blick auf Maria Frieden

Neuapostolische Kirche

Die Herkunft der neuapostolischen Kirche ist auf eine im Jahr 1865 erfolgte Abspaltung von der katholischapostolischen Kirche zurückzuführen. Seit 1907 nannten Sie sich neuapostolische Gemeinde. 1954 wurde die neuapostolische Kirche von der Bundesrepublik Deutschland anerkannt. Ein eigenes Gotteshaus wurde 1962 erbaut.

Der Islam in Zell

Für die Gläubigen mohammedanischen Türken in Zell gibt es in der Bundesstraße 3 einen Gebetsraum mit dem Namen Fatih- Moschee „Fathi- Comili“.

http://www.zell-im-wiesental.de/index.php?id=49